literatur

Unter der Haut

 

Gunnar Kaiser berlin Verlag I 512 S. I 22,- EUR

Oha, das ist mal ein anspruchsvolles und aufwändig gestaltetes Buch – sehr komplex, facettenreich konstruiert und in jeder Hinsicht vielseitig – und dann geht auch noch um die Leidenschaft – hier zu Büchern – in Gedanken war ich immer mal wieder bei Vergleichen zu Süßkinds „Parfüm“ – aber Vergleiche hinken ja immer…

Dieser Roman erzählt von Josef Eisenstein, einem Kind jüdischer Künstler im Berlin der Weimarer Republik. Als unauffälliger Einzelgänger bleibt er von den schrecklichen Entwicklungen weitgehend unbehelligt und entwickelt eine wahnhafte Sucht nach der Haptik und Optik perfekt hergestellter Bücher. Für diese gibt und nimmt er alles – ein Weg in den Wahnsinn? Sprachlich und inhaltlich auf einer anderen Ebene begegnet einem Eisenstein dabei in der eigentlichen Handlung aus der Ich-Perspektive von Jonathan Rosen der Eisenstein 1968 in New York kennenlernte. Um es dann noch weiter zu treiben, gibt es einen Strang im Jahr 1989, in dem Rosen nach einer Suche über den halben Globus und durch die Schichten der Zeit erfährt, was es mit Eisenstein und seiner monströsen Leidenschaft tatsächlich auf sich hatte.

Das ist stilistisch-inhaltlich nicht immer einfach, aber das Buch hat definitiv das Zeug zu einem ganz großen zu werden – Lesetipp! Helge Daugs

 

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