musik

Miles Davis „Rubberband“

 

(Rhino / Warner Music)

Von Miles Davis hat man lange nichts mehr gehört, was daran liegen mag, dass die Ikone der Jazzmusik schon fast 28 Jahre auf dem Woodlawn-Friedhof in der Bronx begraben liegt. Sagen und Legenden woben sich um das Trompetergenie, das niemals seines Gleichen finden wird – ein Individualist auf ganzer Linie nicht nur in musikalischer Hinsicht.

Nachdem er 1985 seine Plattenfirma Columbia verließ und zu Warner wechselte, begann er in L.A. mit Randy Hall und Zane Giles Rubberband aufzunehmen. Gemeinsam mit dem Neffen und Nachlassverwalter von Miles Davis, Vincent Wilburn Jr., der damals am Schlagzeug saß, stellte man Rubberband nun fertig. Miles Davis stellte das Projekt seinerzeit zurück, begann mit Marcus Miller an den Aufnahmen zum Album „Tutu“. Miller war zu dieser Zeit selbst am Zenith seines Erfolgs angekommen, traf den Sound der 80er Jahre wie kein anderer.

Mit Rubberband war Miles Davis seiner Zeit – wie so oft – voraus: jazzy, funky, groovy. „Onkel Miles wäre stolz. Randy, Zane und ich sowie alle Beteiligten haben unser ganzes Herzblut in ‘The Rubberband Of Life’ gesteckt“, sagt Wilburn. Waren ursprünglich Gastsänger wie Al Jarreau vorgesehen, holte man die Sängerinnen Ledisi oder auch Lalah Hathaway dazu, was Rubberband nicht minder Qualität verleiht. Es ist ein großartiges Jazzalbum geworden, mit dem man sich bestens auf das TraveJazz-Festival vom 5.-8.9. einstimmen kann. ave

www.milesdavis.com

 

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