musik

Ljungblut „Villa Carlotta 5959“

 

(Karisma Records)

Jetzt liegt jetzt das sechste Album von Ljungblut vor. Gleichzeitig ist es der Abschluss einer Alben-Trilogie in norwegischer Sprache – aber dass die Sprache des Gesangs kein Hindernis ist, sondern dass es vielmehr die universelle Sprache der Musik ist, die die Emotionen transportiert, das beweisen sie mit Songs wie dem treibend-wavigen „Hasselblad“, dem hymnisch-euphorischen „235“, dem verträumt-entrückten „Superga“ oder dem alles überstrahlenden „Ohnesorg“, um mal meine Anspiel-Tipps zu nennen. Nicht zu vergessen das ergreifende „Aldri helt stille“ (auf Deutsch „Nie ganz leise“), in dem Kim Ljung, Namensgeber und Bandchef, mit unverwechselbarer Stimme seine chronische Migräne thematisiert.

Musikalisch wird das variantenreich instrumentiert mit Gitarren, Bass, Klavier, Schlagzeug und Synthesizern der altmodischen Art, und das in einer atmosphärischen Dichte, wie man sie z. B. von Bands wie den isländischen Sigur Ros kennt, bei denen die Sprachbarriere ja erwiesenermaßen auch keine Rolle spielt. (Und gerade neu entdeckt habe ich für mich eine Band namens Kryštof, die beweist, dass das auch mit dem Tschechischen sehr gut funktioniert. Aber das nur am Rande.) Wer Kim Ljung, den Songwriter der norwegischen Bands Seigmen und Zeromancer, mal von einer ganz anderen, zutiefst persönlichen und intimen Seite erleben will, ist hier richtig. Und natürlich alle Freunde von Sigur Ros... Manfred Upnmoor

www.ljungblut.bandcamp.com

 

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