literatur

Kein Wunder

 

Frank Goosen
Kiepenheuer & Witsch I 352 S. I 20,- EUR

Frank Goosen ist wieder einmal ein feines Stück Literatur geglückt. Blendender Humor trifft in zeitgeschichtlichem Background des Berlins 1989/1990 auf viel Lebensweisheit mit Tiefgang. „Kein Wunder“ beschreibt in wortwitzigem Gewand die letzten Wochen der Deutschen demokratischen Republik aus dem Blickwinkel dreier Ruhrpott Wessis. Fränge ist vor dem Wehrdienst nach Berlin abgehauen. Kneipenjobs und Campingkocherverkauf halten ihn in Westberlin über Wasser. Seine Kumpels Förster und Brocki sind auch zunehmend mit von der Partie – dazu Rosa, eine echte Ostberliner Schnauze. Eine wilde Zeit zwischen WG-Küchentisch, Trabifahrten, Techno, dem Traum des Lebens in Berlin, erster Liebe und allen Irrungen und Wirrungen rund um die Wende und den Mauerfall.

Hier hat ein echter West-Wessi ganz genau hingesehen und – so glaube ich – das Lebensgefühl der Zeit wieder einmal wunderbar eingefangen. Sommerlektüre – nicht nur für Berlinreisende! Helge Daugs

 

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