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Jörg's Filmtipps im Februar 2019

 

The GuiltyIn der Stadt der „Nordischen Filmtage“ kann ich die dänische Filmperle The Guilty (VOD&DVD) nicht unerwähnt lassen. Der Film wird von unseren Nachbarn im Norden in das Rennen um den Oscar „Bester ausländischer Film“ geschickt. Erzählt wird die Geschichte eines strafversetzten Polizisten, der den Anruf einer entführten Frau entgegennimmt. Er versucht sie zu beruhigen und gleichzeitig ihre Befreiung zu organisieren. Ähnliche Geschichten hat es schon gegeben – aber noch nie in dieser Intensität. Obwohl der Film nie die Räume der Notrufzentrale verlässt, wird für den Zuschauer der gesamte „Kosmos“ der Entführung und zudem die privaten und beruflichen Problemen unseres Protagonisten „sichtbar“ – der Film liefert außerdem die überraschendste Plot-Wendung des letzten Kinojahres. Nicht verpassen!

Der verlorene SohnIn den nächsten zwei Filmen sind es Schauspieler, die mit großem Erfolg auf den Regiestuhl wechselten. Joel Edgerton („Der große Gatsby“) inszenierte mit Der verlorene Sohn (ab 21.2. im Kino) die Geschichte des Sohnes eines Baptistenpredigers (Russell Crowe), der – als schwul geoutet – vor die Wahl gestellt wird, das Elternhaus zu verlassen oder sich in eine Umerziehungseinrichtung zu begeben. Edgerton verzichtet in seinem Film bewusst auf übertriebene Dramatisierung und erreicht damit eine besonders starke Wirkung – auch dank Hauptdarsteller Lucas Hedges („Manchester by the Sea“) wirkt der Film lange nach.

A Star Is BornÜber A Star Is Born (ab Feb. als VOD&DVD) von Bradley Cooper („American Sniper“) muss man nicht mehr viel schreiben. Dennoch möchte ich dafür werben, Vorurteile gegen das Genre oder Lady Gaga zu überwinden und dem Film eine Chance zu geben – es lohnt sich. Die Schlüsselszene des Films – eine nächtliche Session auf einem Parkplatz – lässt das enorme Talent der Sängerin erahnen und liefert nebenbei den vielleicht stärksten Filmmoment des letzten Kinojahres.

Jörg Schmidt (Imker und Filmkenner)

 

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