musik

Flying Lotus „Flamagra“

 

(Warp Records / Roughtrade)

Flying Lotus, mit bürgerlichem Namen Steven Ellison, hat sich in diesem Jahrzehnt zu einem der bedeutendsten Musiker aus den USA gemausert. Nicht umsonst unterstützen ihn auf seinem neuen, inzwischen sechsten Album Gäste mit illustren Namen, seien es Yukimi Nagano von Little Dragon, George Clinton oder auch David Lynch. Die Musik lag ihm bereits in den Genen, ist er doch über Ecken mit dem Jazzmusiker John Coltrane verwandt. Auch bei Flying Lotus geht es im weitesten Sinne um Jazz. Allerdings nutzt Flying Lotus seines Alters entsprechend (35) und als Afroamerikaner für seine Basteleien moderne elektronische Elemente, die mittlerweile seine ganz eigene Handschrift tragen.

Auf „Flamagra“ verarbeitet er u.a. auch seinen Schmerz über den Tod seines Musikerkollegen, Mac Miller, im letzten Jahr: „Musik kann heilen. Und erst nach seinem Tod wurde mir wieder klar, wozu ich eigentlich hier bin. Wenn man älter wird, begreift man irgendwann, welche Aufgabe man hat; und man nimmt sie an – ich möchte nämlich Gutes tun mit meiner Arbeit.“ Sein neues Werk ist nichts für schwache Nerven; frickelige Songstrukturen, vertrackte Rhythmen, Unmengen an verschiedenen Sounds erfordern nicht nur ein aufmerksames Zuhören, sondern lassen einen auch fernab vom Mainstream in einen total fremden Musikkosmos entführen. ave

www.flying-lotus.com

 

Jemandem diesen Eintrag empfehlen




Kommentare

Es sind keine Kommentare vorhanden.

Kommentar abgeben




nach oben Zurück

und noch mehr...

 

Hatchie „Keepsake“

(Heavenly Records/PIAS) „Hatchie is the world of Harriette Pilbeam.“ So beginnt ihr Infotext auf Bandcamp, der …... mehr