musik

Dizzy „The Sun and Her Scorch“

 

(Communion / Caroline International)

Vor zwei Jahren einen Song im Autoradio gehört, und ich war instantan verliebt in eine kanadische Band namens Dizzy. Ihr Debütalbum nannten sie „Baby Teeth“ („Milchzähne“), was schon ein gewisses Understatement war angesichts der überragenden Qualität des Songwritings von Titeln wie „Swim“ oder „Joshua“. Zwei Jahre später legen das Instrumentalisten-Brüder-Trio Alex, Mackenzie und Charlie Spencer und die Sängerin Katie Munshaw jetzt nach: „The Sun and Her Scorch“ denkt die Musik von Dizzy nun größer – sie können natürlich immer noch ganz privat, aber sie mischen das jetzt auch gerne mal mit dem größeren Arrangement und mit dem Mix von Craig Silvey (Arcade Fire, Florence + The Machine), und je nachdem, was der Song braucht, gehen Dizzy analog mit Gitarren und Piano oder elektronisch mit Synthesizern ans Werk. Dass das Ganze mit Bass und Drums amtlich groovt, versteht sich von selbst.

Und neben den großartigen Instrumentalisten der Band ist es auch Katie Munshaw, die als ebenso expressive wie emotionale Sängerin den Songs das spezielle Extra verleiht. Ich empfehle das aktuelle Video zu „Roman Candles“, als Song 6 von 11 sozusagen das Herzstück von „The Sun and Her Scorch“. Ich hatte das große Glück, Dizzy noch kurz vor Corona in einem kleinen Reeperbahn-Club live in der ersten Reihe zu erleben. Diese Band gehört groß. Weil sie es ist. Manfred Upnmoor

 

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