literatur

Das Teemännchen

 

Heinz Strunk
Rowohlt I 208 S. I 20,- EUR

Nach einigen Romanen hat Heinz Strunk hier nun die für ihn typischen tragisch-komischen Schicksale in Kurzgeschichten gefasst. Wieder erzählt er von Personen, die das Glück suchen, aber nicht finden. Alle Storys sind gewohnt skurril, manche echt komisch – beispielsweise die von Axl Rose, der nach einem Konzert in einer Kneipe auf dem Hamburger Kiez versackt. Meist jedoch bleibt einem das Lachen im Halse stecken, zum Beispiel bei der Geschichte, in der sich ein Mann an ein Windrad gefesselt unaufhörlich im Kreis dreht.

Strunks Blick auf seine Antihelden ist wie immer scharf und lakonisch. Beim Lesen hört man im Kopf geradezu Strunks leiernde Vorlesestimme. Gerade durch die fehlende Empathie des Erzählers rühren die Geschichten den Leser aber umso mehr an. Ein richtig gutes Buch für alle Fans schwarzen Humors und bissiger Gesellschaftskritik. Julia Beyer

 

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