theater

"Götterdämmerung"
14.09, 20:00 h, Theater Combinale

 

ultimo hatte die Gelegenheit, während der Proben zu dem neuen Stück ein paar Fragen an Mignon Remé (Regie) und Ulli Haussmann (Autor) zu stellen. Hier die Antworten:
Mit dem Stück „Götterdämmerung“ startet das Theater Combinale in die neue Spielzeit. Was steckt hinter dem Titel?
Ulli: Hinter dem Titel steckt eine Komödie, denn Humor scheint uns auch bei diesem schwergewichtigen Stoff ein probates Mittel, große philosophische Fragen um Glauben und Religion zu verhandeln. Im Kern geht es um die Frage, ob sich die Welt durch eine Einheitsreligion leichter gestalten lassen würde. Dazu lasse ich im Stück zwei Parteien aufeinanderprallen, die in ihren Ansichten unterschiedlicher nicht sein könnten: Wissenschaftler und Götter.
Klingt nach einer Menge Zündstoff. Was passiert genau?
Ulli: Naja, wir wollen nicht zu viel verraten, es soll ja spannend bleiben. Nur so viel: Die Wissenschaftler verfolgen einen radikalen Plan. Sie rufen die Götter zusammen und stellen ihnen ein Ultimatum – sie erpressen die Götter also.
Und, wie reagieren die Götter darauf?
Ulli: Sagen wir mal, nicht so, wie die Wissenschaftler vermutet haben. Aber auch die Wissenschaftler geraten plötzlich aneinander und dann ist da auch noch der Teufel, der sein Unwesen treibt…
Du hast schon häufiger beim Theater Combinale Regie geführt – was ist bei dieser Inszenierung anders?
Mignon: Bei „Götterdämmerung“ spielen zwei für uns neue Kollegen mit – Jarno Stiddien und Bertram Bollow – was eine große Bereicherung ist. Außerdem gibt es technische Herausforderungen wie Videoprojektionen, und allerlei Bühneneffekte, die allesamt sehr präzise eingesetzt werden müssen, um ihre Magie für das Publikum voll zu entfalten.
Und wann hat man schon mal die Gelegenheit, Götter aller Couleur auf der Bühne zu sehen? Und sich über ein Thema zu amüsieren, wegen dem Menschen seit Jahrtausenden wahre Schlachten führen? Für mich zeigt dieses Stück auf wunderbar groteske Weise, wie wir Menschen aus Vermessenheit und Eitelkeit selbst die besten Ideen gepflegt gegen die Wand fahren.

 

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