musik
Dead Guitars „Stranger“
(Silverbird Music/Rough Trade)
Die Dead Guitars sind alles andere als tot: Auf ihrem dritten Album „Stranger“ gehen sie wieder in voller elektrischer Pracht zu Werke. Pete Brough (Twelve Drummers Drumming) und Ralf Aussem (Sun) haben ihre Instrumente bestens mit Effekten beladen, manchmal blitzen kurze Reminiszenzen an die Chameleons auf, und mitunter klingt „Stranger“ wie das epische Album, das The Cure noch nicht gemacht haben.
Und das liegt nicht nur daran, dass die Dead Guitars auf zwei Songs tatsächlich von Cure-Gründungsmitglied Michael Dempsey unterstützt wurden – nein, es sind die sich langsam entwickelnden, melancholisch-wavigen Klanglandschaften, die hier in psychedelischem Breitwandformat zelebriert werden. Die meisten Songs lassen sich mehr als fünf Minuten Zeit, um in immer neuen Details zu schwelgen, zeitweise tritt Sänger Carlo van Putten (The Convent, White Rose Transmission) auch schon mal weit zurück, während Gitarren, Keyboards und Streicher umeinander mäandern. Aber auch knackige Indie-Pop-Nummern wie die Single „Mesmerized“ sind dabei. Am 2.11. übrigens im Vorprogramm von The Mission in Hamburg. Das passt. Manfred Upnmoor
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